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von tag zu tag
by xochil 2003
ich
lieb dich, ich lieb dich sehr, ich lieb dich von tag zu tag zarter,
tiefer, mehr, weil ich an uns glaube, versetz ich berge, wo ich
früher längst särge genagelt, totenlieder gesungen,
mich bedauert, versteckt und abgetrauert hätte, ja, da versetz
ich heut berge, glaub an die sieben guten jahre nach hagelnden plagen,
lerne, wieder vertrauen zu wagen und zu bewahren, auch wenn du grad
fern bist, auch wenn ich ohne dich in die sterne schau, meine frau
steh, dein weh seh, allein geh - wag ich, auf uns zu bauen anstatt
abzuhauen, weil die liebe arbeit macht und rückenschmerzen
vom nach einzelnen kirschen bücken, weil wir zu ängstlich
sind, in den baum zu steigen und die liebe zu pflücken - ich
hab angst, ich hab angst vor der großen liebe und ich lieb
dich, ich lieb dich sehr, ich lieb dich von tag zu tag zarter, tiefer,
mehr und ich weiß nicht, was wird, bitte, bitte bleib fair,
ich steh hier mit offenem herzen, fast ungeschützt und schwer
verletzlich leg ich das messer aus der hand, stell mir die wand
in den rücken, ich bin müde, aber nicht zu müde,
um mit dir kirschen zu pflücken anstatt die fliege zu machen,
bube, ich will die herzdame deines alltags sein, denn auch wenn
ichs nicht immer versteh: ich lieb dich, ich lieb dich sehr, ich
lieb dich von tag zu tag zarter, tiefer, mehr, früher hab ich
männer gewechselt, wag- und wendehalsig, heut wünsch ich
mir, daß mich unsre liebe ummantelt, auch wenn es mal winter
ist zwischen uns beiden, wir leiden, dann holt uns kein kältetod
im liebesroten tuch und unser glück kommt wieder, nach jedem
fluch, ja, das wünsch ich mir, weil ich dich liebe, ich liebe
dich sehr, ich glaube, ich lieb dich von tag zu tag zarter, tiefer,
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